Drachenblog
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der drache bloggt...
Die Kunde vom Niederrheinischen Nachbarschaftsgarn hat die Runde gemacht - und es kommen immer wieder Säcke, groß und klein, mit Wolle bei uns an. Gespendet von Schafhaltern, die einfach etwas Sinnvolles aus ihrer Wolle machen lassen wollen.
 
Nun haben wir wochenlang sortiert, gezupt, gerupft, eingesackt und verpackt.  Jede Partie wird auf Feinheit und Farbe, auf Verschmutzung und Qualität untersucht.
Und von jeder Partie wird eine Probe gesäubert und per Hand gewaschen, um die Qualität noch besser beurteilen zu können.
 
Vliese, leider nicht gerollt, sondern in den Sack gestopft, mit viel Stroh und all der Brandwolle....  stundenlanges Sortieren ist die Folge.
 
 
 
Die Probewaschungen sehen da schon ganz anders aus:
 
 
 
 
Die Ouessantschafe gelten als saisonale Schafrasse. Da wir dieses Jahr keine Lämmer wollten, haben wir die Auen in der Brunftzeit von Oktober bis Ende April von den Böcken getrennt gehalten. Einige Böcke haben wir schlachten lassen - andere warteten auf den Frühling auf einer anderen Weide.  Im Mai wurden dann 2 Böcke wieder zu den Damen gelassen, was auch sehr friedlich ablief - manche Dame wurde beschnuppert, aber nix erinnerte an das Brunftgehabe im vorletzten Herbst. hm ja - als dann Ende Juni geschoren wurde, hatten 2 Auen schon ein kräftiges Euter, was mich doch ein wenig stutzen ließ und den Scherer zu Gelächter animierte. Mit Schafen kommt eben immer alles anders als gedacht - und bei uns ja sowieso.
 
Mitte September war es dann soweit: am 17. und 19. 9. erblickten die ersten 2 Lämmer das Licht der Welt. 2 Wochen später kamen noch 2 weitere. Nur die jüngsten beiden Damen hatten sich wohl vor den Böcken gut versteckt - denn sie blieben schlank, ohne Milch und ohne Lamm. Nun haben wir doch glatt 4 Herbstlämmer: 3 Auenlämmer und 1 Bocklamm.  Bei allen Geburten war ich dabei. Und es ist wie immer ein Wunder. Gut, daß es so ein warmer, milder Herbst war.
 
 
 
15 Minuten später:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Viktoria, die Studentin aus Belarus, hatte ja Bohnen von ihren Eltern mitgebracht - und damit haben wir eine Überraschung erlebt. Die Bohnenkerne, die wir in die Erde brachten, waren alle senffarben - Viktoria meinte: Lecker!  Doch die Ernte war nicht nur senffarben. Entweder haben die Stangenbohnen sich gegenseitg befruchtet oder die Sorte war entegegen der Erwartung nicht Samenecht.  Viktoria recherchiert weiter über die Bohnensorten ihrer Heimat.
 
ZUsammen mit unserer selbstgeflochtenen Körben der letzten Jahren, den frischen Haselnüssen, dem Bohnenstroh und den Augustäpfeln Alter Apfelsorten ergibt sich die erste farbenfohe Ernte :o)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wilde Hennen legen Eier in der Wildnis - und daraus schlüpfen "Wilde Küken".
 
 
Die Hühner unseres Hofes haben sich schon vor Jahren ganz artgrecht mit den Hühnern der Nachbarhöfe "vereinigt" und haben neue Hühnergruppen gebildet.  Wie ich erst vor kurzem in einer Fortbildung gelernt habe, ist das genauso artgerecht. Es gibt kein HühnerVOLK. Hühner legen Eier, es entschlüpfen Küken, die Hennen wenden sich bestimmten Hähnen zu und die Nachkommen ebenso - sie schwärmen regelrecht aus. Es gibt nun 2 Gruppen, die weiterhin im Hühnerhaus schlafen und Eier legen, aber es gibt auch die Pferdeweidegruppe und den Obstbaumclan. Erstere zerrupft alle Pferdeäpfelhaufen und scuh darin Parasiten. Letztere macht Apfelwicklerlarven den Garaus und bekämpft erfolgreich die Kirschessigfliege.
 
Wenn ich meine wilden Hühner sehe, wie sie zielgerichtet ihrem Job nachgehen, kann ich es auch verschmerzen, daß ich ihre Eier öfters gar nicht finde.
Denn aus uneingesammelten Eier entschlüpfen "Wilde Küken":
 
 
 
 
 
 
 
Die Ernte hat begonnen - vor ca 2 Wochen haben wir schon ein paar Probegrabungen gemacht und haben die frischen Kartoffeln direkt verspeist. Wir müssen ja schliesslich wissen, was wir da geschmacklich angebaut haben. Nach all den Wochen der Handarbeit, mit Hacke, Schubkarre, Mist, Handschuhen und viel Schweißarbeit alleine oder mit internationlen Helfern und Kindern können wir nun auf ein großes HIRSEfeld blicken. Ja, Hirse, die hat sich in den Regenwochen in Lichtgeschwindigkeit zu einem geschlossenen Bestand entwickelt. Während wir noch mit den Abbauten des Wollfestes beschäftigt waren und uns auch eine kleine Ruhepause gönnten hat es viel geregnet und noch mehr geregnet. Und daher war nun letzte Woche erstmal der kleine Kubota im Einsatz mit dem Mulcher hintendran. Denn Hirse bis zur Brust ist bei der Kartoffelernte doch hinderlich.
 
Ab sofort findet laufend die Ernte statt - wer helfen möchte und in Kartoffeln bezahlt werden möchte, kann gerne Kontakt mit uns aufnehmen - denn solche Kartoffeln bekommt man nicht an jeder Ecke.  An Nachbars Milchtankstelle "Berthas Bude" legen auch immer welche zum bestaunen und kaufen.
 
Es sind definitiv Kartoffeln mit Herz!
 
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Miss Blush - einfach zu finden :o)
eine neue Englische Sorte, die optisch und geschmacklich überzeugt. Einfach eine tolle Pellkartoffel!
 
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Salad Blue - eine alte Sorte, mit violetter Schale und violettem Fleisch. Nussig-Kartoffeliger Geschmack, allerdings nicht so einfach zu finden in der Erde ;o)
 
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Mecklenburger Schecke - eine sehr alte Regionalsorte, die nicht mehr angebaut wird, sondern nur noch aus dem Erhaltungsanbau erhältlich ist. Eine Liebhabersorte mit excellentem Geschmack.
 
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Alle Kartoffeln gewinnen im Geschmack, wenn sie nicht geschält, sondern nur gebürstet werden und mit Schale gekocht oder frittiert werden.
Gemischte frittierte Kartoffelecken sind derzeit unser absoluter Favorit!
 
Hjam!
 
 
 
 
 
 
Nach 2 jähriger Pause war es wieder soweit! Schafe, Vliese, Wolle.... und viele wollig-lachende Gesichter!
 
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Stockumer Wollwerkstatt
 
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Wollberg/Wollbude
 
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Breuer Gotlandschafe
 
 
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Wolle Willich
 
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Webertreff NRW
 
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Spindelstübchen und Drechselwerkstatt Matthes
 
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Felle von Ruth Roettges
 
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Kleine Farm Rickelrath
 
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Teerose
 
 
 
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SpinnertundGewollt
 
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Randi Hörner  Wolle Ma Stricken
 
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Kräuterreich Mohanty
 
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Gärtnerhof Entrup
 
und Schafhalter und Schafe des Schafzuchtverbandes Kreis Kleve waren auch mit dabei.
Rassepräsentation und immer bereit Auskunft zu geben:
 
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Vliesverkauf
 
 
An dieser Stelle nochmal vielen Dank an all die Helfer, die uns beim Wollfest durch ihre Freude und Enthusiasmus, ihre Kreativität und ihren Tatendrang, ihre helfenden Hände und lachenden Gesichter unterstützt haben!
 
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an der Kasse
 
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an der Bar
 
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an Wok & Grill
 
und einen Dank an alle BesucherInnen! Schön, daß Ihr da wart, schön, daß Eure fröhlichen Gesichter die Sonne haben scheinen lassen :o)
Es war wunderbar zu sehen und zu hören, daß sich unsere Mühe gelohnt hat und ein tolles Fest entstanden ist.
Wir sehen uns spätestens wieder beim Drache spinnt 2018!
 
 
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wir haben Spaß - auch wenn uns die Vorbereitungen für das Wollfest kaum noch Zeit für "sinnlose" Dinge lässt - Spaß muss sein!
 
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Dazu gehören Ausritte mit Rudi...
 
und nein, es hat nicht geschneit, sondern das sind alles Weidenpollen :o)
 
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 Schwanenküken in einem nahegelgenden Naturschutzgebiet
 
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Fundkätzchen Lotta beim ersten Mahl in unserer Küche...
 
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Beim Unkrauthacken Mitte Juni haben wir auch mit den Landkindern nach Kartoffelkäfer gesucht... und gefunden:
 
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Doch auf dem ganzen "Acker"  nur 2 Käfer.  Okay, das sieht nicht nach einem Kartoffelkäferproblem dieses Jahr aus.
 
 
Und schwupp - da vergisst man einen Topf mit Fingerhut, der irgendwie und irgendwo abblüht und sich versamt...
 
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Die frischgepflasterte Fläche von 2014 gleich langsam einem Blumenbeet.... schön, daß sich die Natur so bunt vielfältig an den ungeplantesten Stellen breitmacht.
Jahrelang haben wir an verschiedenen Stellen Digitalis ausgesät oder gepflanzt, im Garten, im Beet, am Wegesrand.... nie ist er wiedergekommen. Doch hier, an unserem Grillplatz fühlt er sich sichtlich wohl, zusammen mit Habichtskraut und Holunder.
 
 
Es hat nach längerer Trockenheit geregnet und Ende Mai sehen unsere Kartoffeln nun schon so aus:
 
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Von links nach rechts:
Blue Salad                           Miss Blush                              Mecklenburger Schecke                                        Laura
 
 
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Lillebror wird trainiert - jeden Tag - manchmal als Zirkuspony, manchmal für Geburtstagsüberrschungen und meist eben als Kutsch oder Zugpferd.
Ob wir es noch schaffen, daß er eines Tagen die Kartoffeln ernten kann? Leider fehlt uns noch ein kleiner alter Kartoffelroder für Zugponys....
 
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und wieder muss Nachbars Grundstück herhalten,  um zu lernen wie man gerade Reihen abläuft....
 
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Übrigens:
SUCHEN - Sulky/Gig für (Mini)Shetty mit ca 95cm Stockmass.
sowie
Kartoffelroder oder ähnliches, den wir evlt. für unseren starken Kleinen umbauen könnten.....
 
 
 
Mitte Mai 2016 sehen die Kartoffeln nun so aus:
 
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Da der Boden auf Grund der Trockenheit und der durch das vielfache Fräsen (Stichwort: zertstörte Bodenstruktur / unterbrochene Kapilare) sehr fest und ausgetrocknet war, haben wir uns mit dem Häufeln einen anderen Weg überlegt. Der Boden konnte auch durchaus noch eine gute Zugabe an Kompost vertragen, also karrten wir mit dem Hänger mehrere Ladungen kompostierten Pferdemist heran und haben diesen dann mit Schubkarre Schaufel und Händen in den Reihen verteilt. Sicher nicht die konventionelle Lösung, aber Experimente müssen eben manchmal sein.
 
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Vom 1. bis zum 8. Mai 2016 war auf dem Hilshof die Wanderausstellung von Kalle Niehus "Schritte zum Naturgarten. Leben wieder leben lassen" zu Gast. http://www.naturgarten.org/service/medienausleihe/wanderausstellung-niehus.html
Mit einem vielseitigen Begleitprogramm rahmte die Regionalgruppe des Naturgarten e.V. "Linker Niederrhein" die Ausstellung an den Wochenenden und Feiertagen ein, so daß es für die Besucher viel zu sehen, zu lesen, zu entdecken und erfahren gab.
 
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Im alten Kuhstall hing die Ausstellung zware etwas benengt, aber sie war gut lesbar und trocken untergebracht.
 
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Die offizielle Eröffnung erfolgte durch Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
 
 
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 Hofführungen, Pflanzenverkauf und Stände weiterer aktiver Naturgärtner (zum Beispiel das Kindernaturgartenprojekt aus Willich Anrath) rundetetn das Programm ab.
 
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Für das leibliche Wohl gab es eine Vielzahl an Kuchen, Quiche von wilden Kräutern und natürlich Gierschonade mit Apfelsaft von Streuobstwiese des Hilshofes.
 
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Spitzkohl mit vielen Wildkräutern und noch nicht blühendem Mohn
 
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Ernte von unserem grünen uund violetten Spargel
 
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Ernte vom Winterlauch
 
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Engelwurz wächst und wächst
 
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